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Google hat sich im Verlauf der letzten 17 Jahre oft verändert – von der Zahl der Produkte und ihrer Entwicklung bis zu ihrem Aussehen. Und auch heute stehen wieder Veränderungen an:

Aber warum machen wir das jetzt? Es gab einmal eine Zeit, in der Google ein Ort im Internet war, den man über ein Gerät erreichte: den Desktop-PC. Heute interagieren Nutzer mit unseren Produkten über eine Vielzahl unterschiedlicher Plattformen, Apps und Geräte – wobei sie manchmal alle Varianten über ein- und denselben Tag verteilt anwenden. Ihr vertraut darauf, dass Google euch hilft, wo und wann ihr es braucht – ob auf dem Mobiltelefon, dem Fernseher, der Smartwatch, dem Armaturenbrett im Auto und ja, auch an einem Desktop-PC!

Heute stellen wir eine neue visuelle Sprache vor, die dieser Realität Rechnung trägt, sodass ihr immer wisst, wann Google für euch im Einsatz ist – sogar auf dem kleinsten Bildschirm. Wie ihr sehen werdet, haben wir das Google-Logo und -Branding, die ursprünglich für eine einzige Browserseite auf einem Desktop-Computer gestaltet wurden, für eine Welt der nahtlosen Internetnutzung mit einer Vielzahl von Geräten und unterschiedlichen Eingabemethoden (wie zum Beispiel Touchscreens, Tastatureingabe und Sprachsteuerung) umgestaltet.

Jetzt seht ihr nicht nur gleich, dass ihr Google verwendet, sondern auch, wie Google für euch arbeitet. Neue Elemente, wie beispielsweise ein farbenfrohes Google-Mikrofon, helfen euch, Google zu erkennen und mit Google zu interagieren, ob per Sprache, Touchscreen oder Tastatureingabe. Gleichzeitig verabschieden wir uns von dem kleinen blauen "g“-Symbol und ersetzten es durch ein Symbol, das zu unserem Logo passt.
Es ist nicht das erste Mal, dass wir unseren Look verändern und es wird wahrscheinlich auch nicht das letzte Mal sein. Doch wir glauben, dass das heutige Update sehr gut widerspiegelt, wie die Google-Suche, Google Maps, Gmail, Chrome und viele andere Dienste von Google für euch funktionieren. Wir sind der Meinung, dass wir das Beste von Google (einfach, aufgeräumt, farbenfroh, freundlich) nicht nur für das Google von heute, sondern auch für das Google von morgen in eine neue, passendere Form gegossen haben.

Schon bald könnt ihr das neue Design in allen unseren Produkten sehen. Wir hoffen, dass es euch gefällt!

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Es ist Dienstagnachmittag und ihr sitzt im nicht klimatisierten Büro ‒ das Wochenende scheint noch Ewigkeiten hin zu sein. Wie soll man sich denn bloß für den Rest der Woche motivieren? Wir haben da einen Vorschlag: Wie wäre es mit einer ganz besonderen Playlist, damit ihr mehr Spaß im Büro habt?

Dank der neuen Google Play Musik App für Android und iOS sowie auf eurem PC unter play.google.com/music ist es ab sofort noch einfacher, die passende Musik für jede Stimmung zu finden. Als Abonnenten von Google Play Musik stehen euch die verschiedensten Playlisten zur Verfügung ‒ je nach Tageszeit, Stimmung oder Aktivität werden wir euch genau das anbieten, was zu euch passt.
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Ganz gleich, ob ihr Musik für eure morgendliche Laufrunde, für eure Fahrt ins Büro oder für einen gemeinsamen Kochabend mit Freunden benötigt: jede unserer Playlisten wurde von Hand zusammengestellt. Daran hat ein Team aus Musikexperten, bestehend aus DJs, Musiker und Musikkritiker, mit größter Sorgfalt gearbeitet.
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Ihr könnt diese kuratierten Playlisten selbstverständlich herunterladen, damit ihr auch offline jederzeit eure Lieblingsmusik genießen könnt. Außerdem habt ihr die Möglichkeit, vorhandene Playlisten zu bearbeiten, sprich: weitere Songs hinzuzufügen, aus der Liste zu streichen oder aber neu zu ordnen ‒ ganz nach eurem Geschmack. Sucht ihr nach einer bestimmten Aktivität wie „Immer mit der Ruhe“ oder „Autofahren“, findet die Google Play Musik App auch hierfür die passende Musik.
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Mit mehr als 30 Millionen Songs, die auf Google Play Musik bereit stehen, kann es unter Umständen recht schwierig sein, sich für einen Interpreten oder einen Titel zu entscheiden. Manchmal möchtet ihr mit euren Freunden so richtig abrocken, und manchmal wollt ihr euch einfach nur zurücklehnen, neue Musik kennenlernen und dabei entspannen? Wir finden genau die Playlist, die ihr hören möchtet. In diesem Sinne: Let the Music Play!

Post von Elliott Breece, Produkt Manager Google Play Musik

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Der fastende Siddhartha“ zählt zu den weltweit größten Schätzen der buddhistischen Bildhauerei. Die im Lahore Museum in Pakistan ausgestellte Skulptur ist eine Rarität, da sie fast vollständig erhalten geblieben ist. Nahezu alle anderen Skulpturen aus dem 1. bis 3. Jahrhundert n. Chr., die einen fastenden Buddha darstellen, wurden entweder zerstört oder sind unvollständig. Denn ein Großteil dieser Meisterwerke wurde aus Schiefer, einem einfach zu spaltenden Stein aus der Region Gandhara, hergestellt. Seit heute ist die Skulptur zusammen mit anderen historischen Schätzen und Orten Pakistans Teil des Google Cultural Institute. Auf dieser Plattform haben Menschen aus der ganzen Welt nunmehr die Möglichkeit, die breite künstlerische und kulturelle Vielfalt des Landes zu erforschen.
Der fastende Siddhartha
Entdeckt und bewundert dank der Street-View-Technologie außerdem Rundum-Panorama-Aufnahmen der ummauerten Altstadt von Lahore. Diese und andere beeindruckende Aufnahmen sind historische Momentaufnahmen, die langfristig auch zum Erhalt dieser Kulturstätten beitragen.


Nur einen Klick entfernt könnt ihr die Stille in der Wazir-Khan-Moschee genießen. Die mit wunderschönen Fliesen verzierte Moschee dürfte wohl eines der schönsten Beispiele der Moscheenarchitektur aus dem goldenen Mogulzeitalter des 16. Jahrhunderts darstellen.
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Ausstellung der „Walled City of Lahore Authority“
Für diejenigen von euch, die das Ganze noch genauer betrachten wollen, gibt es die Möglichkeit, die Schmuckfliesen der Moschee, aber auch seltene und zerbrechliche islamische Manuskripte – aus einer Vielzahl von internationalen Ausstellungen – in einer Gegenüberstellung zu vergleichen. 
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Vergleich: (links) Kalligraphie-Fliesen an der Fassade der Wazir-Khan-Moschee in der ummauerten Altstadt von Lahore, ca. 1635; (rechts) Koran-Manuskript, 1640 (Museum Kunstpalast in Düsseldorf)
Dank hochauflösender Digitaltechnik ist es ebenso möglich, einen genauen Blick auf das Porträt von Nawab Mumtaz Ali zu werfen: Dieses Meisterwerk misst gerade einmal 13 cm × 19 cm und wird im Fakir Khana Museum ausgestellt, einem seit Generationen im Besitz der Familie Fakir Khana befindlichen Privatmuseum. Der Künstler malte 15 Jahre lang an diesem Meisterwerk im Postkartenformat – mit einem einhaarigen Pinsel!
Porträt von Nawab Mumtaz Ali Khan, Fakir Khana Museum
Schaut euch dieses Video an, um mehr über das Google Cultural Institute zu erfahren und klickt anschließend auf g.co/pakistanculture, um Orte in Pakistan zu besuchen, die ihr so vielleicht nie hättet sehen können:

Post von Ann Lavin, Head of Public Policy and Government Relations, Southeast Asia & China, Google

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Das erste Trainingszentrum der von Google und Partnern ins Leben gerufenen Initiative „Weltweit Wachsen“ wurde heute in Köln-Mülheim vom nordrhein-westfälischen Wirtschaftsminister Garrelt Duin und Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters eröffnet. Hier werden kleine und mittelständische Unternehmen ab sofort von einer Vor-Ort-Beratung profitieren. Das Kölner Trainingszentrum ist das erste von insgesamt drei dieser Anlaufstellen im bevölkerungsreichsten Bundesland. Hier werden bis Jahresende mehrere tausend kleine und mittelständische Unternehmen die wichtigsten Themen rund um Online-Export lernen.

Eröffnung „Weltweit-Wachsen“-Trainingszentrum in Köln am 12.8.2015

Im Juni haben wir den Aufbau von drei Trainingszentren in Nordrhein-Westfalen bis Ende des Jahres angekündigt: Neben Köln werden mit Münster und Dortmund zwei weitere Städte zum Zentrum für Online-Export-Schulungen. Google und die Partner der Initiative sowie lokale Trainer-Netzwerke entwickeln hier gemeinsam neue Inhalte und setzen die Trainings in die Praxis um. In den kostenlosen Fortbildungen können sich die teilnehmenden Unternehmen unter anderem in den Bereichen Online-Vertrieb, Zoll- und Steuerfragen sowie Auffindbarkeit durch Suchmaschinen schulen lassen. Daneben gibt es zahlreiche weitere Einzeltrainings. Interessierte Betriebe können sich auf www.weltweitwachsen.de/regional/nrw für die Schulungsmaßnahmen anmelden.

Die Schirmherrschaft für die Trainingszentren hat der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Garrelt Duin übernommen: „Die Digitalisierung betrifft alle Branchen. Mit dem Programm ‘Weltweit Wachsen’ bietet Google einen spannender Ansatz, um Unternehmen in Nordrhein-Westfalen für die digitale Transformation zu sensibilisieren. Das passt hervorragend zu unserer Initiative Digitale Wirtschaft NRW. Wir brauchen den Mittelstand als Schrittmacher des digitalen Wandels. Nur so können wir die Spitzenstellung der heimischen Wirtschaft im internationalen Wettbewerb verteidigen und weiter ausbauen“, so der Minister.

Vortrag von Philipp Justus im Rahmen der Pressekonferenz

Die Trainingszentren sind Teil der Initiative „Weltweit Wachsen ‒ Deutschland exportiert online“, die wir im vergangenen Jahr gemeinsam mit renommierten Partnern wie DHL, Commerzbank, BDO, PayPal und der KERN AG ins Leben gerufen haben. Ziel der Initiative ist es, Unternehmen dabei zu unterstützen, neue Märkte über das Internet zu erschließen. Zudem soll “Weltweit Wachsen” zu einer stärkeren Vernetzung zwischen Digital- und Exportwirtschaft beitragen. Die Partner der Initiative liefern interessierten Unternehmen Informationen, Angebote und Trainings rund um den Online-Export. Dabei geht es um Themen wie die Identifikation attraktiver Absatzmärkte, rechtliche Rahmenbedingungen, internationale Logistikprozesse und Zahlungsabwicklung. Auch der richtige Einsatz von Online-Marketing und die Übersetzung der Website in die Sprache des Ziellandes werden dabei thematisiert. Seit dem Start von „Weltweit Wachsen“ im vergangenen Jahr haben sich zwei Millionen Besucher auf der Webseite der Initiative zum Thema Online-Export informiert. Mehr als 700.000 Unternehmen haben bis heute über die auf der Seite bereitgestellten Tools ihr Exportpotenzial ermittelt.


Post von Klaas Flechsig, Unternehmenssprecher Google Deutschland

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Heutzutage findet ihr in Sekundenschnelle mehr Tipps zur Online-Sicherheit, als ihr jemals anwenden könntet. Auch wenn eine solche Sammlung von Best Practices vielleicht äußerst umfangreich sein kann, ist sie nicht unbedingt sinnvoll. Es ist nicht immer einfach, festzustellen, welche Sicherheitspraktiken bevorzugt angewendet werden sollten und warum.

Wir sind Fragen wie 'Warum entscheiden sich einige für ein bestimmtes Sicherheitsverfahren und andere wiederum nicht?' und 'Kommuniziert die Security Community ihre Best Practices wirksam?' in einem kürzlich veröffentlichten Papier auf den Grund gegangen.

Für diese Studie haben wir zwei separate Umfragen durchgeführt, eine mit 231 Sicherheitsexperten und eine weitere mit 294 Internetnutzern, die keine Sicherheitsexperten sind. Beide Gruppen haben wir gefragt, wie sie für ihre Sicherheit sorgen. Unser Ziel war es, die Antworten der beiden Gruppen zu vergleichen und einander gegenüberzustellen, um die Unterschiede besser verstehen zu können bzw. um herauszufinden, wieso diese überhaupt existieren können.

Top-5-Sicherheitspraktiken von Experten und Laien

Hier die beliebtesten Sicherheitspraktiken von Experten und Laien, die sich aus unserer Studie ergeben haben. Wir haben jeden Teilnehmer gebeten, drei Praktiken aufzuführen:

Top-5-Sicherheitspraktiken von Experten
  1. Software-Updates installieren
  2. Unterschiedliche Passwörter für verschiedene Dienste nutzen
  3. Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzen
  4. Starke Passwörter nutzen
  5. Einen Passwort-Manager gebrauchen
Top-5-Sicherheitspraktiken von Laien
  1. Antiviren-Software verwenden
  2. Starke Passwörter nutzen
  3. Passwörter häufig ändern
  4. Nur bekannte Webseiten besuchen
  5. Keine persönlichen Informationen teilen 
 Gemeinsamkeiten: Sorgfältiges Passwort-Management

Logischerweise hat das Passwort-Management für beide Gruppen Priorität. Ihre Herangehensweise ist jedoch sehr unterschiedlich.

Sicherheitsexperten verlassen sich auf Passwort-Manager, die alle Passwörter eines Nutzers an einem Ort speichern und sichern. Laut Studie nutzen Experten Passwort-Manager drei Mal häufiger als Laien ‒ zumindest für einige ihrer Konten. Ein Experte erklärte: “Passwort-Manager ändern alles, da sie die Verwendung sicherer und individueller Passwörter ermöglichen.”

Im Vergleich zu den Experten, unter denen 73 % einen Passwort-Manager nutzten, lag der Anteil bei den Laien lediglich bei 24 %. Unsere Untersuchungen ergaben, dass dies an fehlendem Wissen über die Vorteile von Passwort-Managern liegt - bzw. daran, dass diesen Programmen nicht vertraut wird. Oder wie ein Laie sagte: “Ich versuche, mir mein Passwort zu merken. Denn meinen Kopf kann man nicht hacken.”

Wesentliche Unterschiede: Software-Updates und Antiviren-Software

Trotz einiger Überschneidungen unterscheiden sich die Antworten von Experten und Laien doch in wesentlichen Punkten.

Während 35 % der Experten das Installieren von Software-Updates als eine ihrer wichtigsten Sicherheitspraktiken beschrieb, lag der Anteil bei den Laien lediglich bei 2 %. Experten schwören auf Updates und kennen die Vorteile: “Patch, patch, patch,” wie es ein Experte formulierte. Laien sind sich darüber nicht im Klaren ‒ ganz im Gegenteil: Sie haben wegen potenzieller Risiken von Updates Bedenken. Ein Laie sagte uns hierzu: “Ich weiß nicht, ob ein Software-Update wirklich sicher ist. Was, wenn ich mir schädliche Software herunterlade?” und “Meiner Meinung nach sind automatische Software-Updates nicht sicher. Sie könnten zum Update schädlicher Inhalte missbraucht werden.”

Erstaunlicherweise gaben 42 % der Laien und lediglich 7 % der Experten an, dass die Verwendung einer Antiviren-Software zu ihren drei wichtigsten Sicherheitsprioritäten gehörte. Experten erkannten zwar die Vorteile von Antiviren-Software an, gaben jedoch zu bedenken, dass sich Nutzer dadurch in trügerischer Sicherheit wiegen könnten. Es gibt einfach keine absolut sichere Lösung.

Und nun?

Wir würden uns wünschen, dass sich jeder von euch die gesamte Studie durchliest, sich auf unseren Informationsseiten zur Datensicherheit informiert und die eigenen Sicherheitspraktiken überprüft.

Die Ergebnisse der Studie machen einige wesentliche Missverständnisse über die Grundlagen von Online-Sicherheitspraktiken deutlich. Software-Updates zum Beispiel sind so etwas wie der Sicherheitsgurt der Online-Sicherheit. Sie schützen euch. Und dennoch gelten sie bei Laien als Sicherheitsrisiko.

Bei der Kommunikation und Priorisierung von Best Practices im Bereich Sicherheit besteht also auf jeden Fall Verbesserungspotenzial. Vor allem die große Mehrheit der Laien zu erreichen, stellt eine große Herausforderung dar, der wir uns natürlich weiterhin gerne stellen.

Post von Iulia Ion, Software Engineer, Rob Reeder, Research Scientist, und Sunny Consolvo, User Experience Researcher

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Als Google Earth vor 10 Jahren zum ersten Mal vorgestellt wurde, war ich sofort Feuer und Flamme. Neben der Freiheit, virtuell überall in der Welt hinfliegen zu können, war ich von der Möglichkeit fasziniert, geographische Daten auf diese unfassbar globale Leinwand zu visualisieren.

Nur ein paar Wochen nach der Veröffentlichung begann ich KML zu lernen und eigene Karten zu bauen. Für meinen Masterabschluss nutzte ich Earth zur Visualisierung von Daten eines hochtechnologischen biologischem Forschungs-Reservat. Vint Cerf wurde auf meine Arbeit aufmerksam und so kam ich schließlich zum Google Earth Outreach Team ‒ und konnte meine Leidenschaft, mit Hilfe von Maps Geschichten zu erzählen, in meinen Job einfließen lassen.

2005 begann auch die Entwicklung von Google Earth. Im August desselben Jahres zeigte uns der Wirbelsturm Katrina, wie nützlich Werkzeuge zur Kartenerstellung wie Earth für die Bemühungen bei der Krisenbewältigung sein können. Rettungskräfte verglichen vorher und nachher Satellitenbilder in Google Earth, um besser zu lokalisieren, wo Menschen gestrandet sind. Und in den Jahren danach ermöglichte Earth mit über 2 Milliarden Downloads aus allen Ländern dieser Erde die Entdeckung neuer Korallenriffe, Reisen zum Mond und in den Weltraum, die Suche nach entfremdeten Eltern, die Räumung von Landminen und vieles mehr.
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Google Earth-Bilder der Küste von Mississippi bei Gulfport vor und nach dem Wirbelsturm Katrina

Was ich an Google Earth mag ist die Fähigkeit, so unterschiedlichen Gruppen wie Schulkindern und Wissenschaftlern der NASA als Werkzeug zu dienen. Indem ihr euch die Zeit zum Erforschen und Entdecken nehmt und eure Erkenntnisse mit anderen teilt, können wir unseren Planeten zu einem weit besser verknüpften Ort machen. Um mit euch das zehnjährige Jubiläum von Google Earth zu feiern, stellen wir euch heute einige neue Funktionen vor. So habt ihr die Möglichkeit, noch besser weltweite Orte mit Google Earth zu entdecken.

Voyager
Die Welt ist groß – schwierig also, wo ihr eure virtuelle Reise beginnen sollt. Voyager ist eine neue, in Desktop-Versionen von Google Earth verfügbare Ebene, die die Suche nach dem neuesten und interessantesten weltweiten Bildmaterial erleichtert.
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Die in Voyager verfügbaren unterschiedlichen Bildarten sind farblich dargestellt

In der ersten Version von Voyager könnt ihr aus fünf Bereichen wählen:
  • Street View: Highlights aus Street View einschließlich des Taj Mahal und des Grand Canyon
  • Earth View: beeindruckende Landschaften aufgenommen aus dem All
  • Städte in 3D: Ein Panorama großer und kleiner Städte und Ortschaften in 3D
  • Updates von Satellitenaufnahmen: Eine Karte unseres neuesten veröffentlichten Luftbildmaterials
  • Highlight-Tour: mit Tausenden von Voyager-Stationen zum Auswählen
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Das Kemgon Gompa, zu sehen in der Street View Ebene, ist ein buddhistisches Kloster in der Gemeinde Lukla, Nepal

Earth View
Der Blick auf unseren Planeten von oben erinnert uns nicht nur daran, wie sehr unser menschliches und das natürliche Ökosystem gegenseitig voneinander abhängen, sondern er offenbart auch die atemberaubende und oft auch unwirkliche Schönheit der Erde.
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Die Hammar Marschen im Iran sind ein nicht charakteristisches, aber dafür wunderschönes Feuchtbiotop im sonst trockenen Klima.
Earth View begann als ein 20-Prozent-Projekt einiger Google-Mitarbeiter, denen es gefiel, die visuell beeindruckendsten Landschaften zu sammeln, die sie in Google Earth gefunden hatten. Diese Bilder fanden bald ihren Weg auf Chromebooks, Chromecast- und Android-Geräte und wurden zu einigen der am weitesten verbreiteten Bildschirmhintergründe.
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Inseln um Kuba gesehen in der Earth View Chrome Extension
Zum 10. Geburtstag erweitern wir die Earth View Sammlung auf 1.500 Landschaften von jedem Kontinent und Ozean und vereinfachen gleichzeitig den Zugriff. Sie stehen mit einer aktualisierten Version unserer Chrome-Erweiterung und einer brandneuen Web-Galerie zur Verfügung. Ladet euch gestochen scharfe Bildschirmhintergründe für eure Mobil- und Desktop-Geräte herunter, oder noch besser, druckt sie für eure Wände aus!
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Die Küste in der Nähe von Ningaloo, Australien in der neuen Earth View Web-Galerie
Vielen Dank für die letzten zehn Jahre Erforschung der Welt mit Google Earth. Wir hoffen, Voyager und Earth View werden eine neue Perspektive auf unseren Planeten ermöglichen. Wir freuen uns darauf, was die nächste Dekade bringen wird!

Post von Sean Askay, Engineering Manager, Google Earth

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Ab heute habt ihr dank unserer allerersten Street View-Sammlung „in der Vertikalen“ Gelegenheit, eine fast 1.000 Meter hohe, weltweit berühmte Felswand zu erklimmen: den El Capitan im Yosemite-Nationalpark. Um euch diese atemberaubenden Bilder bieten zu können, haben wir mit den erfahrenen und berühmten Kletterern Lynn Hill, Alex Honnold und Tommy Caldwell zusammengearbeitet. Tommy Caldwell, der die härteste Klettertour überhaupt im Januar 2015 im Yosemite-Nationalpark absolvierte, beschreibt euch mehr in diesem Blog Post.

„Das ist einfach fantastisch. Ich muss unbedingt dabei sein.“

Vielleicht war es die totale Erschöpfung, die aus mir sprach, nachdem ich 19 Stunden lang die Route „Dawn Wall“ geklettert bin - doch als ich von den Verantwortlichen von Google Maps und des Yosemite-Nationalparks gefragt wurde, ob ich bei ihrer allerersten Street View-Sammlung in der Vertikalen vom El Capitan im Yosemite-Nationalpark behilflich sein wolle, habe ich keinen Moment lang gezögert. Der Yosemite-Nationalpark spielte in meinem bisherigen Leben eine so wichtige Rolle, dass es ganz in meinem Sinne war, die Geschichte des Monolithen El Capitan durch Street View zu erzählen – vor allem war ich auf die Zusammenarbeit mit den Entwicklern von Google und unsere gemeinsamen Ideen für absurde Herausforderungen gespannt.
Beim Klettern geht es darum, das Unmögliche möglich zu machen und für sich die Grenzen des Machbaren zu verschieben. Für die Street View-Aufnahmen des fast 1.000 Meter hohen El Capitan gingen wir noch einen Schritt weiter: Es ist etwas ganz Anderes, wenn man eine Kamera für Innenaufnahmen nimmt und sie Hunderte von Meter eine sagenhafte Felswand emporträgt.
Brett Lowell und Corey Rich nehmen Alex Honnold beim „King Swing“ für Street View auf
An einem blanken Granitfelsen in Hunderten Metern Höhe muss jeder Griff und Schritt sitzen, doch alle Beteiligten haben langjährige Erfahrung im Klettern und wussten ganz genau, was sie taten. Nach einigen Testläufen nutzten wir unsere altbewährte Kletterausrüstung, darunter Klemmgeräte und Seile, um sicherzugehen, dass die Kamera nicht inmitten der Aufnahmen für die Street View-Sammlung herunterfällt.

Als wir erst einmal herausgefunden hatten, wie wir mit der Kamera an der Felswand umzugehen haben, machten wir zwei verschiedene Street View-Aufnahmen in der Vertikalen. Zunächst erstellten wir Street View-Aufnahmen von den legendären Yosemite-Kletterern – und meinen guten Freunden – Lynn Hill und Alex Honnold, wie sie an besonderen Stellen an der vertikalen Wand hingen.
Lynn Hill, Alex Honnold und Tommy Caldwell beim Campen in 347 Metern Höhe
Mit ihrem Aufstieg zum Gipfel von El Capitan definierte Lynn Hill Klettern neu, und sie hatte einen außerordentlichen Einfluss auf meine Karriere als Kletterer. Ich vergesse nie, wie es war, als sie 1993 als erster Mensch die Route „The Nose“ frei, das heißt nur mithilfe ihrer Hände und Füße, kletterte. Jetzt könnt ihr sie bei diesen schwierigen Bewegungen und Handgriffen erleben, sehen, wie sie seitwärts an kleinen Vorsprüngen der Jardine Traverse klettert, ein Manöver à la Zauberkünstler Houdini an den Changing Corners ausführt und unter dem Great Roof hindurchklettert.
Lynns abenteuerlicher Aufstieg zum Gipfel von El Cap – jetzt in Street View
Wer vom El Capitan erzählt, der erzählt unweigerlich auch von meinem guten Freund Alex Honnold. Er hält den Geschwindigkeitsrekord in der Besteigung von „The Nose“: Während die meisten Menschen 3 bis 5 Tage für den Aufstieg benötigen, schaffte er es in 2 Stunden und 23 Minuten. Sein unerschütterliches Selbstvertrauen ist geradezu ansteckend. Wenn ich mit ihm zusammen bin, erscheint mir der Berg auf die Hälfte geschrumpft zu sein. Wenn ihr mit Street View durch den Yosemite-Nationalpark streift, könnt ihr Alex bei dem erleben, was er am besten kann: auf der Route „Texas Flake“ einen Kamin emporsteigen, eine „Leiter“ erklimmen oder im solarbetriebenen Kleinbus, den er sein Zuhause nennt, kochen.
Ein für Alex Honnold ganz normaler Tag auf der Route „Texas Flake“
Ihr könnt auch einen flüchtigen Blick auf meine Wenigkeit an der Dawn Wall erhaschen. Während meiner Besteigung der Dawn Wall im Januar habe ich einige Zeit darauf verwandt, die Street View-Technologie des Google-Teams zu testen. El Cap ist nicht gerade einladend, was Experimente betrifft, doch die jahrelange Erfahrung mit und in den Seilen erwies sich bei der Frage als hilfreich, wie die Ausrüstung gehandhabt und für die Aufnahmen zur Street View-Sammlung in Gang gesetzt werden soll.
Tommy Caldwell beim Klettern an der blanken Wand der Route „Dawn Wall“
Anschließend war es an Alex, die zweite Art von Street View-Aufnahmen zu machen, und zwar jene von der gesamten vertikalen Route von „The Nose“ am El Capitan. Hier kam es auf Effizienz und Schnelligkeit an – und Alex gehört zu den wenigen Menschen mit genau diesen Klettereigenschaften und nahm sich daher die Kamera und „rannte“ die fast 1.000 Meter mit dem Fotografen Brett Lowell empor. Nun können sich alle Interessierten die Insidertipps ansehen, bevor sie die gesamte Route klettern.
Alex Honnold und Brett Lowell erkletterten fast 1.000 Meter, um die gesamte Route für Google Maps einzufangen
Lynn, Alex und ich haben auch zu einer neuen Yosemite-Treks-Webseite beigetragen. Dort könnt ihr eine Tour auf den El Cap machen und mehr über das Klettern lernen – angefangen vom „Handklemmer“ bis hin zum Grund, warum wir solche kleinen Schuhe tragen. Und als Vater freue ich mich, dass Google im Laufe des Jahres mit NatureBridge ein Programm innerhalb dieses Projekts unterstützt, bei dem Kinder näher mit dem Yosemite-Nationalpark vertraut gemacht werden. Außerdem ist es wunderbar, dass Schüler, die derzeit noch nicht in den Yosemite-Nationalpark kommen können, sich dank Google Expeditions auf einen virtuellen Ausflug begeben können.
Die berühmte Kletterin Lynn Hill erläutert und beschreibt die Ausrüstung für ihren bevorstehenden Aufstieg
Der Yosemite-Nationalpark hat mein Leben derart bereichert, dass ich es den Menschen auf der Welt gerne ermögliche, ihn durch meine Augen zu sehen. Bessere Aufnahmen aus höchster Höhe einer vertikalen Felswand als diese Rundum-Panoramaaufnahmen gibt es meiner Meinung nach derzeit nicht – weder auf Video noch auf Foto. Hoffentlich bekommt ihr durch diese neuen Aufnahmen Lust, den Yosemite-Nationalpark einmal selbst zu erleben, sei es an einer Felswand oder auf den Wanderwegen.


Tommy Cadell, Lynn Hill und Alex Honnold im Yosemite-Nationalpark

Post von Tommy Caldwell, bekannter US-Kletterer